Elektromotoren - Glossar - blog
Hier im Wissenszentrum Elektromotoren ... Antworten finden
Wie immer bei uns, bei AQ Pluss Motoren Dienstleistung (Nisterberg WW),
sind die Informationen einfach gehalten. Einfach um dem Fachmann aus
anderen Fachbereichen, bei seinem Elektromotorenproblem zu helfen.
Elektromotoren Glossar: 200+ Fachbegriffe einfach erklärt
Willkommen in unserem umfassenden Glossar zu Elektromotoren – Ihrem
praktischen Nachschlagewerk für die wichtigsten Begriffe der
Elektromotoren-Technik. Ob Sie Einsteiger oder erfahrener Anwender sind,
hier finden Sie klare und verständliche Erklärungen zu über 200
Fachbegriffen.
Von grundlegenden Konzepten wie Anker, Stator und Rotor bis hin zu
spezialisierten Themen wie Feldschwächung, Vektorregelung oder
Predictive Maintenance – dieses Glossar deckt alles ab, was Sie über
Elektromotoren in etwa wissen sollten. Jeder Begriff ist kurz und präzise
erläutert, sodass Sie schnell die gewünschten Informationen finden.
Elektromotoren sind das Herzstück vieler industrieller und privater
Anwendungen. Sie wandeln elektrische Energie in mechanische Bewegung um
und treiben Maschinen, Fahrzeuge und Geräte an. Doch die Technik dahinter
ist komplex. Mit unserem Glossar möchten wir Ihnen den Einstieg
erleichtern und Ihnen helfen, die Funktionsweise und die wichtigsten
Komponenten von Elektromotoren zu verstehen.
Ob Sie sich für Gleichstrommotoren, Asynchronmotoren oder
bürstenlose Motoren interessieren – hier finden Sie die Antworten auf
Ihre Fragen. Erfahren Sie mehr über Bauformen, Betriebsarten,
Schutzklassen und Effizienzklassen. Tauchen Sie ein in die Welt der
Elektromotoren und erweitern Sie Ihr Wissen mit unserem Glossar.
Nutzen Sie die Suchfunktion oder stöbern Sie alphabetisch durch die
Begriffe. Unser Glossar ist regelmäßig aktualisiert und wird laufend
erweitert, um Ihnen stets die aktuellsten Informationen zu bieten.
Entdecken Sie die faszinierende Welt der Elektromotoren und werden Sie
zum Experten – Schritt für Schritt.
Elektromotoren Glossar A–Z (Rastervorlage)
A
Anker
Der Anker ist der bewegliche Teil im
Elektromotor, in dem Strom in
Bewegung umgesetzt wird.
Er steht im Magnetfeld des Stators und
erzeugt das Drehmoment.
Je nach Motorbauart kann der Anker auch
als Rotor bezeichnet werden.
Asynchronmotor
Der Asynchronmotor ist der am häufigsten
eingesetzte Industriemotor.
Rotor und Drehfeld laufen nicht exakt
synchron, sondern mit Schlupf.
Dadurch entsteht das notwendige
Drehmoment für den Betrieb.
B
Betriebspunkt
Der Betriebspunkt beschreibt den
aktuellen Arbeitspunkt eines
Elektromotors im Zusammenspiel von
Drehmoment und Drehzahl.
Er verändert sich je nach Last.
Bauform
Die Bauform definiert die mechanische
Montageart des Elektromotors.
Beispiele sind B3 (Fußmotor) oder B5
(Flanschmotor).
C
Cosinus Phi
Cosinus Phi beschreibt den
Leistungsfaktor eines Elektromotors.
Er gibt an, wie viel der elektrischen
Leistung tatsächlich in mechanische
Leistung umgesetzt wird.
D
Drehmoment
Das Drehmoment ist die Kraft, mit der
der Elektromotor eine Welle dreht.
Es ist einer der wichtigsten
Leistungswerte im Betrieb.
Drehzahl
Die Drehzahl gibt an, wie schnell sich
die Motorwelle pro Minute dreht
(U/min).
Sie hängt von Polzahl und Frequenz ab.
E
Elektromotor
Ein Elektromotor ist eine Maschine, die
elektrische Energie in mechanische
Bewegung umwandelt.
Er ist zentraler Bestandteil moderner
Antriebstechnik.
F
Frequenzumrichter
Ein Frequenzumrichter steuert die
Drehzahl eines Elektromotors durch
Veränderung der Frequenz.
Er ermöglicht flexible Antriebe und
Energieeinsparung.
G
Gehäusetemperatur
Die Gehäusetemperatur ist ein wichtiger
Indikator für den thermischen Zustand
des Motors.
Sie wird oft für Überwachungssysteme
verwendet.
H
Hotspot
Der Hotspot ist der thermisch
kritischste Punkt im Elektromotor,
meist in der Wicklung.
Hier entstehen die höchsten
Temperaturen.
I
Isolationsklasse
Die Isolationsklasse beschreibt die
Temperaturbeständigkeit der
Motorwicklung.
Sie ist entscheidend für die
Lebensdauer des Motors.
K
Kugellager
Kugellager führen die Rotorwelle und
ermöglichen reibungsarmen Lauf.
Ihr Zustand ist entscheidend für die
Lebensdauer des Elektromotors.
Kippmoment
Das Kippmoment ist das maximale
Drehmoment, das ein Motor liefern kann,
bevor er stehen bleibt.
L
Lagerüberwachung
Die Lagerüberwachung dient der
Früherkennung von Schäden im
Kugellager durch Schwingung oder
Temperaturmessung.
M
Motorwicklung
Die Motorwicklung ist der Teil des
Elektromotors, in dem das magnetische
Feld erzeugt wird.
Sie besteht aus Kupferdraht und
Isolationsmaterial.
N
Nennleistung
Die Nennleistung ist die Leistung, für
die der Motor im Dauerbetrieb ausgelegt
ist.
P
Polzahl
Die Polzahl bestimmt die Drehzahl des
Elektromotors.
Mehr Pole bedeuten niedrigere Drehzahl.
R
Rotor
Der Rotor ist der drehende Teil des
Elektromotors.
Er überträgt das erzeugte Drehmoment
auf die Abtriebswelle.
S
Stator
Der Stator ist der feststehende Teil des
Elektromotors.
Er erzeugt das magnetische Drehfeld.
Schwingung
Schwingungen sind mechanische
Bewegungen im Motor, oft ein Hinweis auf
Lagerschäden oder Unwucht.
T
Temperaturüberwachung
Die Temperaturüberwachung dient der
Sicherung des Elektromotors gegen
Überhitzung und Ausfall.
V
Verluste
Verluste entstehen durch Wärme,
Reibung und elektrische Widerstände im
Motor.
W
Wicklung
Die Wicklung besteht aus Kupferdraht und
erzeugt das elektromagnetische Feld im
Motor.
Wicklungstemperatur
Die Wicklungstemperatur ist der
entscheidende Wert für die thermische
Belastung eines Elektromotors.
Aus der Rastervorlage oben wesentlich erweitert und für tiefere Einblicke gedacht, aber nicht zu tief in die Physik. Die Links nutzen bringt Sie zu den Praxishinweisen, bzw Problemlösungen "Elektromotor durchgebrannt". Ohne Verlinkung , da geht es nur um die graue Theorie, quer lesen genügt dafür (unsere Meinung). Die Praxishinweise führen zu einem einfachen Fachthema in Elektromotoren-blog.de.
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| A–Z | Begriff | Kurzfassung | Längere Erklärung | |
| A | Anker | Drehender Teil eines Gleichstrommotors. | Der Anker ist der rotierende Teil eines Gleichstrommotors, bestehend aus Kern, Wicklungen und Kommutator. Er erzeugt durch Wechselwirkung mit dem Stator das Drehmoment. | |
| A | Ankerreaktion | Rückwirkung des Ankerfelds auf das Erregerfeld. | Verzerrt das Hauptmagnetfeld durch das Feld der Ankerwicklung, kann zu Funkenbildung und Feldschwächung führen. | |
| A | Ankerstrom | Strom durch die Ankerwicklung. | Bestimmt Drehmoment und Drehzahl | führt zu ohmschen Verlusten (I²R). |
| A | Ankerwicklung | Wicklung auf dem Anker. | Aus isoliertem Kupferdraht | erzeugt das magnetische Feld, das mit dem Stator interagiert. |
| A | Anlaufmoment | Drehmoment beim Start. | Entscheidend für Anwendungen wie Pumpen oder Kompressoren, die sofortige Lastüberwindung erfordern. | |
| A | Anlaufstrom | Hoher Strom beim Start. | Deutlich höher als der Nennstrom, da der Motor die Trägheit der Last überwinden muss. | |
| A | Anschlusskasten | Gehäuse für elektrische Anschlüsse. | Enthält Klemmen für Stromzufuhr und Steuerleitungen | schützt vor Berührung und Umwelteinflüssen. |
| A | Antrieb | System zur Umwandlung von Energie in Bewegung. | Besteht aus Motor, Getriebe und Steuerung | wandelt elektrische Energie in mechanische Bewegung um. |
| A | Arbeitspunkt | Betriebspunkt des Motors unter Last. | Definiert durch Drehzahl, Drehmoment und Stromaufnahme | wichtig für die Auslegung. |
| A | Asynchronmaschine | Synonym für Asynchronmotor. | Wechselstrommotor mit Schlupf | läuft mit Drehzahl unter der Synchrondrehzahl. |
| A | Asynchronmotor | Wechselstrommotor mit Schlupf. | Robust, wartungsarm | läuft mit Drehzahl leicht unter der Synchrondrehzahl des Drehfelds. |
| A | Ausgleichsstrom | Strom in parallelen Wicklungszweigen. | Gleicht Unterschiede im magnetischen Fluss aus | kann zu Verlusten und Erwärmung führen. |
| A | Außenläufermotor | Motor mit rotierendem äußeren Teil. | Der äußere Teil (z. B. ein Ring) rotiert um einen feststehenden Stator | häufig in Lüftern oder Pumpen. |
| A | Axialflussmotor | Motor mit axialem Magnetfluss. | Magnetfluss verläuft parallel zur Welle | kompakte Bauweise mit hohem Drehmoment (z. B. für E-Fahrzeuge). |
| B | Bauform | Mechanische Ausführung des Motors. | Definiert Befestigung (Fuß/Flansch) und Wellenlage (z. B. B3, B5, B14 nach IEC-Norm). | |
| B | Bauform B14 | Flanschmotor mit Fuß. | Kombiniert Fuß- und Flanschbefestigung für flexible Montage. | |
| B | Bauform B3 | Motor mit Fußbefestigung. | Häufigste Bauform für industrielle Motoren | Befestigung über Füße am Fundament. |
| B | Bauform B5 | Motor mit Flanschbefestigung. | Direkt an Maschinen oder Getriebe angeflanscht | platzsparend. |
| B | Baugröße | Physikalische Abmessungen des Motors. | Bestimmt Leistung, Drehmoment und Einbauraum | standardisiert nach Normen. |
| B | Belastungskennlinie | Charakteristik des Motors unter Last. | Zeigt Zusammenhang zwischen Drehzahl, Drehmoment und Stromaufnahme. | |
| B | Bemessungsdrehzahl | Nenn-Drehzahl des Motors. | Drehzahl, bei der der Motor seine Nennleistung abgibt (in U/min). | |
| B | Bemessungsleistung | Nennleistung des Motors. | Maximale Dauerleistung (in kW/PS) bei Nennspannung und -frequenz. | |
| B | Betriebsart | Dauer-, Kurzzeit- oder Aussetzbetrieb. | S1 (Dauerbetrieb), S2 (Kurzzeitbetrieb) etc. | gibt an, wie lange der Motor belastet werden kann. |
| B | Betriebsart S1 | Dauerbetrieb. | Motor kann unbegrenzt unter Nennlast laufen, ohne zu überhitzen. | |
| B | Betriebspunkt | Aktueller Arbeitsbereich des Motors. | Definiert durch Drehzahl, Drehmoment und Wirkungsgrad. | |
| B | Betriebsspannung | Spannung, mit der der Motor betrieben wird. | Nennspannung (z. B. 230 V, 400 V) oder tatsächliche Netzspannung. | |
| B | Bipolarer Schrittmotor | Schrittmotor mit zwei Polpaaren. | Zwei Wicklungen pro Phase | höheres Drehmoment als unipolare Schrittmotoren. |
| B | Bipolarmotor | Motor mit zwei Polpaaren. | Erzeugt stärkeres Drehmoment | benötigt komplexere Steuerung. |
| B | Blockiermoment | Maximales Drehmoment bei Stillstand. | Wichtig für Anwendungen mit hohen Lasten (z. B. Hebemaschinen). | |
| B | Blindleistung | Nicht nutzbare Scheinleistung. | Entsteht durch Phasenverschiebung (in VAR) | belastet das Netz ohne mechanische Arbeit. |
| B | BLDC-Motor | Brushless DC Motor. | Permanentmagnete + elektronische Kommutierung | effizient, langlebig, wartungsarm. |
| B | Bremse | Vorrichtung zum Abbremsen. | Mechanisch (Scheibenbremse) oder elektrisch (Gegenstrombremsung) | dient der kontrollierten Verzögerung. |
| B | Bremsmotor | Motor mit integrierter Bremse. | Kombiniert Motor und Bremse | Bremse meist federbetätigt und elektrisch gelüftet. |
| B | Bremswiderstand | Widerstand zur Energieabfuhr beim Bremsen. | Wandelt kinetische Energie in Wärme um (z. B. in Gleichstromkreisen). | |
| B | Bruchmoment | Maximales Drehmoment vor mechanischem Versagen. | Grenzwert, bei dem Bauteile (z. B. Welle) brechen können. | |
| B | Bürstenmotor | Gleichstrommotor mit Bürsten. | Klassischer Gleichstrommotor mit mechanischer Kommutierung | wartungsintensiv. |
| B | Bürste | Leitet Strom zum Kommutator. | Aus Kohle | übertragen Strom auf den rotierenden Kommutator unterliegen Verschleiß. |
| B | Bürstenfeuer | Funkenbildung an den Bürsten. | Entsteht durch Stromunterbrechung beim Übergang über Kommutatorlamellen. | |
| B | Bürstenhalter | Mechanische Halterung für Bürsten. | Fixiert Bürsten und sorgt für gleichmäßigen Druck auf den Kommutator. | |
| B | Bürstenverschleiß | Abnutzung der Bürsten. | Durch Reibung und Funkenbildung | erfordert regelmäßige Kontrolle und Austausch. |
| C | CNC-Antrieb | Antrieb für numerisch gesteuerte Maschinen. | Servo- oder Schrittmotoren mit hoher Dynamik und Positioniergenauigkeit. | |
| C | Condition Monitoring | Zustandsüberwachung des Motors. | Echtzeit-Überwachung von Parametern wie Temperatur, Vibration oder Stromaufnahme zur Fehlerfrüherkennung. | |
| C | Cos φ (Leistungsfaktor) | Verhältnis von Wirk- zu Scheinleistung. | Gibt an, wie effektiv elektrische Leistung in mechanische Arbeit umgewandelt wird (ideal: 1). | |
| C | Cosinus Phi Korrektur | Verbesserung des Leistungsfaktors. | Reduziert Blindleistung durch Kondensatoren oder aktive Filter | entlastet das Netz. |
| C | Kommutator | Teil zur Stromrichtungsumkehr. | Isolierte Lamellen | ermöglicht Umkehr der Stromrichtung in der Ankerwicklung für kontinuierliches Drehmoment. |
| D | Dahlander-Schaltung | Schaltung zur Polumschaltung. | Ermöglicht Umschalten zwischen zwei Drehzahlen (z. B. 1:2) durch Stern/Doppeldreieck-Schaltung. | |
| D | Dämpfung | Reduzierung von Schwingungen. | Mechanisch (z. B. durch Gummilager) oder elektrisch (z. B. Dämpferwicklung) | verbessert Laufruhe. |
| D | Dauerschmierung | Permanente Schmierung der Lager. | Verlängert Wartungsintervalle | wird bei geschlossenen Lagern eingesetzt. |
| D | Dauerbetrieb | Betriebsart ohne Pause. | Motor läuft unbegrenzt unter Nennlast (Betriebsart S1). | |
| D | Dauermagnet | Permanenter Magnet. | Erzeugt konstantes Magnetfeld (z. B. Neodym, Ferrit) | in BLDC- oder Permanentmagnetmotoren. |
| D | Dämpferwicklung | Wicklung zur Dämpfung von Schwingungen. | In Synchronmotoren | reduziert Schwingungen und verbessert Stabilität bei Laständerungen. |
| D | Doppelkäfigläufer | Läufer mit zwei Kurzschlusswicklungen. | Kombiniert Anlaufkäfig (hoher Widerstand) und Betriebskäfig (niedriger Widerstand) für bessere Anlaufeigenschaften. | |
| D | Drehfeld | Rotierendes Magnetfeld im Stator. | Entsteht durch mehrphasige Bestromung | induziert im Rotor Ströme, die das Drehmoment erzeugen. |
| D | Drehgeber | Sensor zur Drehzahl- und Positionserfassung. | Inkremental oder absolut | liefert Signale für Servo- oder Schrittmotoren. |
| D | Drehzahl | Anzahl der Umdrehungen pro Minute. | In U/min | abhängig von Spannung, Last und Motortyp. |
| D | Drehzahlregelung | Steuerung der Motordrehzahl. | Mechanisch (Getriebe), elektrisch (Frequenzumrichter) oder elektronisch (PWM). | |
| D | Drehzahlsteller | Gerät zur Drehzahlsteuerung. | Regelt Drehzahl durch Spannungs- oder Frequenzänderung (z. B. für Gleichstrommotoren). | |
| D | Drehstrom | Dreiphasiger Wechselstrom. | Drei um 120° phasenversetzte Wechselspannungen (50 Hz in Europa). | |
| D | Drehstromasynchronmotor | Asynchronmotor für Drehstrom. | Häufigster Industriemotor | läuft mit Schlupf und benötigt keine Anlaufhilfe. |
| D | Drehstromsynchronmotor | Synchronmotor für Drehstrom. | Läuft mit exakter Synchrondrehzahl | für präzise Drehzahlanforderungen oder große Leistungen. |
| D | Drossel | Induktivität zur Strombegrenzung. | Begrenzt Anlaufstrom oder filtert Störsignale in Motorsteuerungen. | |
| D | Dynamikverhalten | Reaktionsgeschwindigkeit des Motors. | Beschreibt, wie schnell der Motor auf Änderungen (z. B. Last, Spannung) reagiert. | |
| D | Dynamische Bremsung | Bremsung durch Energieumwandlung. | Motor als Generator | erzeugte Energie wird in einem Widerstand in Wärme umgewandelt. |
| D | Direktanlauf | Anlauf ohne Anlasswiderstände. | Motor wird direkt an das Netz geschaltet | hoher Anlaufstrom. |
| E | Effizienzklasse | Klassifizierung der Energieeffizienz. | IE1 (Standard) bis IE4 (Super Premium Efficiency) | gibt Wirkungsgrad an. |
| E | Effizienzklasse IE5 | Höchste Energieeffizienzklasse. | Noch effizienter als IE4 | für zukünftige Anforderungen. |
| E | Einphasenmotor | Motor für einphasigen Wechselstrom. | Benötigt Hilfsphase (z. B. Kondensator) zum Anlauf, da einphasiges Feld kein Drehfeld erzeugt. | |
| E | Einschaltstrom | Strom beim Einschalten. | Kann das Vielfache des Nennstroms betragen | wird durch Anlasswiderstände oder Sanftanlaufgeräte begrenzt. |
| E | Einschaltverhalten | Verhalten beim Einschalten. | Beschreibt Anlaufstrom, Anlaufmoment und Hochlaufzeit. | |
| E | Eisenverluste | Verluste im Eisenkern. | Hysterese- und Wirbelstromverluste | führen zu Erwärmung und verringern den Wirkungsgrad. |
| E | Elektromotor | Maschine zur Umwandlung elektrischer in mechanische Energie. | Nutzt elektromagnetische Kräfte für Rotation oder Linearbewegung | in fast allen technischen Anwendungen. |
| E | Elektromagnet | Magnet mit elektrisch erzeugtem Feld. | Spule + Eisenkern | Magnetfeld nur bei Stromfluss. |
| E | Elektromagnetische Induktion | Erzeugung von Spannung durch Magnetfeldänderung. | Faraday’sches Gesetz | Grundlage für Generatoren, Transformatoren und Asynchronmotoren. |
| E | Encoder | Sensor zur Positions- und Geschwindigkeitsmessung. | Inkremental oder absolut | essenziell für präzise Positionieraufgaben. |
| E | Energieeffizienz | Verhältnis von Nutzen zu Aufwand. | Beschreibt, wie gut elektrische Energie in mechanische Arbeit umgewandelt wird. | |
| E | Energieverlust | Energie, die als Wärme verloren geht. | Setzt sich aus Kupfer-, Eisen- und mechanischen Verlusten zusammen. | |
| E | Entmagnetisierung | Verlust der Magnetisierung. | Kann durch Hitze oder starke Magnetfelder auftreten | betrifft Permanentmagnete. |
| E | Ersatzmotor | Motor als Ersatz für einen defekten Motor. | Muss technische Spezifikationen (Leistung, Bauform, Spannung) des Originals erfüllen. | |
| E | Erwärmungsklasse | Klassifizierung der zulässigen Betriebstemperatur. | Gibt die maximale Temperatur an, die die Isolation aushält (z. B. Klasse B: 130°C). | |
| E | Ex-Motor | Explosionsgeschützter Motor. | Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (z. B. ATEX-Zertifizierung). | |
| E | Erregerwicklung | Wicklung zur Erzeugung des Magnetfelds. | Erzeugt Hauptmagnetfeld in Gleichstrom- oder Synchronmotoren | kann fremd- oder selbsterregt sein. |
| E | Erregung | Erzeugung des Magnetfelds. | Durch Permanentmagnete, Gleichstrom- oder Wechselstromwicklungen. | |
| E | Erregerstrom | Strom durch die Erregerwicklung. | Erzeugt Magnetfeld | beeinflusst Drehmoment und Drehzahl. |
| F | Fahrprofil | Lastprofil über die Zeit. | Beschreibt Drehzahl- und Drehmomentverlauf während des Betriebs (z. B. für Antriebe in Fahrzeugen). | |
| F | Fehlerdiagnose | Identifikation von Motorfehlern. | Nutzt Sensoren (z. B. Vibration, Temperatur) oder Analyse von Strom-/Spannungssignalen. | |
| F | Feldschwächung | Reduzierung des Magnetfelds. | Durch Verringern des Erregerstroms | ermöglicht höhere Drehzahlen bei Gleichstrommotoren. |
| F | Feldwicklung | Wicklung zur Erzeugung des Hauptfelds. | Erzeugt statisches Magnetfeld in Gleichstrom- oder Synchronmotoren. | |
| F | Flanschmotor | Motor mit Flanschbefestigung. | Direkt an Maschinen oder Getriebe angeflanscht | platzsparend. |
| F | Flussdichte | Magnetische Flussdichte. | Maß für die Stärke des Magnetfelds (in Tesla) | entscheidend für Drehmoment. |
| F | Fremdbelüftung | Externe Kühlung durch Lüfter. | Erzwungene Kühlung durch externen Lüfter | für Motoren mit hoher Verlustleistung. |
| F | Frequenz | Anzahl der Perioden pro Sekunde. | In Hz (50 Hz in Europa, 60 Hz in den USA). | |
| F | Frequenzsteuerung | Steuerung der Motordrehzahl über Frequenz. | Ändert die Frequenz der Motorspannung (z. B. durch Frequenzumrichter). | |
| F | Frequenzumrichter | Gerät zur Drehzahlsteuerung von Wechselstrommotoren. | Wandelt Netzfrequenz in variable Frequenz um | regelt Drehzahl von Asynchron-/Synchronmotoren. |
| F | Fliehkraftschalter | Schalter zur drehzahlabhängigen Steuerung. | Unterbricht Stromkreise bei Erreichen einer bestimmten Drehzahl (z. B. in Einphasenmotoren). | |
| F | Fußmotor | Motor mit Fußbefestigung. | Befestigung über Füße am Fundament | häufigste Bauform für industrielle Motoren. |
| F | Förderbandantrieb | Motor für Förderbänder. | Erfordert hohes Anlaufmoment und robuste Bauweise für Dauerbetrieb. | |
| F | FOC (Feldorientierte Regelung) | Regelungsverfahren für Wechselstrommotoren. | Präzise Steuerung von Drehmoment und Drehzahl durch getrennte Regelung von Magnetfeld und Strom. | |
| F | Funkentstörung | Maßnahmen zur Reduzierung von Störsignalen. | Durch Kondensatoren oder Filter | reduziert elektromagnetische Störungen. |
| G | Gegen-EMK | Gegen-Elektromotorische Kraft. | Spannung, die der Drehung entgegenwirkt | proportional zur Drehzahl. |
| G | Gehäusekühlung | Kühlung über das Motorgehäuse. | Natürliche oder erzwungene Konvektion | für Motoren mit mittlerer Verlustleistung. |
| G | Getriebemotor | Motor mit integriertem Getriebe. | Kombiniert Motor und Getriebe | ermöglicht hohe Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen. |
| G | Getriebespiel | Spiel im Getriebe. | Beeinflusst Positioniergenauigkeit | kann durch konstruktive Maßnahmen minimiert werden. |
| G | Gleichrichter | Wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um. | Wird in Gleichstromantrieben oder Ladegeräten eingesetzt. | |
| G | Gleichstrommotor | Motor für Gleichstrom. | Gute Drehzahlregelbarkeit und hohes Anlaufmoment | für Anwendungen mit variabler Drehzahl. |
| G | Gleitlager | Lager mit Gleitflächen. | Für hohe Drehzahlen oder schwere Lasten | erfordert Schmierung. |
| G | Grenztemperatur | Maximale zulässige Temperatur. | Ab dieser Temperatur kann der Motor beschädigt werden (z. B. 120°C für Klasse F). | |
| H | Haltemoment | Drehmoment im Stillstand. | Wichtig für Anwendungen wie Roboterarme oder Werkzeugmaschinen. | |
| H | Hauptfeld | Hauptmagnetfeld des Motors. | Erzeugt durch Erregerwicklung oder Permanentmagnete | bestimmt Drehmoment und Drehzahl. |
| H | Hall-Sensor | Sensor zur Magnetfelderfassung. | Detektiert Magnetfeld des Rotors in bürstenlosen Motoren | liefert Signale für elektronische Kommutierung. |
| H | Hochlaufzeit | Zeit bis zum Erreichen der Nenndrehzahl. | Abhängig von Trägheitsmoment, Last und Motorleistung. | |
| H | Hochspannungstest | Test mit hoher Spannung. | Prüft Isolationsfestigkeit | wird mit Gleich- oder Wechselspannung durchgeführt. |
| H | Hotspot | Heißester Punkt im Motor. | Kann durch lokale Verluste (z. B. Wicklung) entstehen | wird durch Thermografie erkannt. |
| H | Hystereseverluste | Verluste durch Ummagnetisierung. | Führen zu Erwärmung | werden durch lamellierte Bleche reduziert. |
| H | H-Brückenschaltung | Schaltung zur Richtungssteuerung. | Ermöglicht Umkehr der Stromrichtung in Gleichstrommotoren (Drehrichtungsänderung). | |
| H | Hauptschlussmotor | Gleichstrommotor mit Reihenschluss. | Anker- und Erregerwicklung in Reihe | hohes Anlaufmoment, drehzahlabhängige Drehzahl. |
| H | Hilfsphase | Zweite Phase in Einphasenmotoren. | Erzeugt Drehfeld für den Anlauf (z. B. mit Kondensator). | |
| I | IE1 Motoren | Standard-Effizienzklasse. | Grundlegende Effizienz | wird in vielen Ländern nicht mehr zugelassen. |
| I | IE2 Motoren | Hohe Effizienzklasse. | Bessere Effizienz als IE1 | für viele Anwendungen vorgeschrieben. |
| I | IE3 Motoren | Premium-Effizienzklasse. | Hohe Effizienz | für Industrieanwendungen empfohlen. |
| I | IE4 Motoren | Super Premium-Effizienzklasse. | Höchste Effizienz | für anspruchsvolle Anwendungen. |
| I | IE5 Motoren | Ultra-Premium-Effizienzklasse. | Zukünftiger Standard | noch effizienter als IE4. |
| I | Induktion | Erzeugung von Spannung durch Magnetfeldänderung. | Prinzip von Generatoren, Transformatoren und Asynchronmotoren. | |
| I | Induktionsmotor | Asynchronmotor. | Nutzt Drehfeld zur Induktion von Strömen im Rotor, die das Drehmoment erzeugen. | |
| I | Induktionsspannung | Durch Induktion erzeugte Spannung. | Proportional zur Drehzahl und Magnetfeldstärke. | |
| I | Innenläufer | Motor mit innerem Rotor. | Häufigste Bauform | Rotor dreht sich innerhalb des Stators. |
| I | Inverter | Wechselrichter zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom. | Wandelt Gleichstrom (z. B. aus Batterie) in Wechselstrom variabler Frequenz/Spannung um. | |
| I | Isolationsklasse | Klassifizierung der Isolation. | B (130°C), F (155°C), H (180°C) | gibt maximale Betriebstemperatur der Isolation an. |
| I | Isolationswiderstand | Widerstand der Isolierung. | Wird in Megaohm (MΩ) gemessen | niedriger Wert deutet auf Feuchtigkeit oder Verschmutzung hin. |
| I | Isolierstoff | Material zur elektrischen Isolierung. | Z. B. Lack, Kunststoff oder Papier | schützt vor Kurzschlüssen. |
| K | Käfigläufer | Läufer mit Kurzschlusswicklung. | Aluminium- oder Kupferstäbe, an den Enden kurzgeschlossen | robust und wartungsarm. |
| K | Käfigläufermotor | Asynchronmotor mit Käfigläufer. | Häufigster Asynchronmotor | einfach aufgebaut, keine Schleifringe. |
| K | Kälteverhalten | Verhalten bei niedrigen Temperaturen. | Kann zu erhöhter Viskosität der Schmierstoffe oder Sprödigkeit von Kunststoffen führen. | |
| K | Kernverluste | Verluste im Eisenkern. | Hysterese- und Wirbelstromverluste | führen zu Erwärmung. |
| K | KI Analyse | KI-basierte Analyse des Motorzustands. | Nutzt Algorithmen zur Vorhersage von Ausfällen oder Optimierung des Betriebs. | |
| K | Kippmoment | Maximales Drehmoment vor dem Durchrutschen. | Wichtig für die Stabilität von Asynchronmotoren. | |
| K | Klemmkasten | Klemmenkasten für elektrische Anschlüsse. | Enthält Anschlüsse für Strom und Steuerleitungen | oft abgedichtet. |
| K | Kommutator | Teil zur Stromrichtungsumkehr. | Isolierte Lamellen | ermöglicht Umkehr der Stromrichtung in der Ankerwicklung. |
| K | Kommutierung | Prozess der Stromrichtungsumkehr. | Mechanisch (Bürsten + Kommutator) oder elektronisch (Transistoren in bürstenlosen Motoren). | |
| K | Kompensation | Ausgleich von Blindleistung. | Durch Kondensatoren oder aktive Filter | verbessert den Leistungsfaktor (cos φ). |
| K | Kontaktverschleiß | Verschleiß an Kontakten. | Betrifft z. B. Bürsten oder Relais | kann zu Funkenbildung oder Unterbrechungen führen. |
| K | Kondensatormotor | Einphasenmotor mit Kondensator. | Kondensator in Hilfsphase erzeugt Drehfeld für den Anlauf. | |
| K | Kurzschlussläufer | Läufer mit kurzgeschlossenen Wicklungen. | Bauform des Käfigläufers | Wicklungen an beiden Enden kurzgeschlossen. |
| K | Kurzschlussstrom | Strom bei Kurzschluss der Wicklungen. | Kann das Vielfache des Nennstroms betragen | muss durch Sicherungen begrenzt werden. |
| K | Kühlkörper | Vorrichtung zur Wärmeabfuhr. | Meist aus Aluminium | erhöht Oberfläche für Wärmeabgabe. |
| K | Kühlkreislauf | Geschlossener Kühlkreislauf. | Flüssigkeitskühlung für Motoren mit hoher Verlustleistung (z. B. in Traktionsantrieben). | |
| K | Kühlrippen | Rippen zur Wärmeabgabe. | Erhöhen die Oberfläche des Gehäuses | verbessern die natürliche Konvektion. |
| K | Kühlung | Abführung von Verlustwärme. | Natürliche Konvektion, Lüfter oder Flüssigkeit (z. B. Wasser) | entscheidend für die Lebensdauer. |
| K | Kugellager | Lager mit Kugeln. | Für hohe Drehzahlen und radiale/axiale Lasten | wartungsarm. |
| L | Lager | Stützt die Motorwelle. | Kugellager oder Gleitlager | reduzieren Reibung und ermöglichen Rotation. |
| L | Lagerluft | Spiel im Lager. | Beeinflusst Laufruhe und Lebensdauer | zu viel Spiel führt zu Vibrationen. |
| L | Lagerwechsel | Austausch der Lager. | Erforderlich bei Verschleiß oder Beschädigung | verlängert die Lebensdauer des Motors. |
| L | Lastmoment | Drehmoment unter Last. | Abhängig von der mechanischen Belastung | wird durch Drehmomentmessung erfasst. |
| L | Laufgeräusch | Geräuschemission des Motors. | Wird durch Lager, Lüfter oder magnetische Kräfte verursacht | kann durch Schallanalyse diagnostiziert werden. |
| L | Leerlaufdrehzahl | Drehzahl ohne Last. | Maximale Drehzahl | abhängig von Spannung und Motortyp. |
| L | Leerlaufstrom | Strom ohne Last. | Deutlich niedriger als Nennstrom | dient zur Überprüfung des Magnetfelds. |
| L | Linearmotor | Motor für lineare Bewegungen. | Erzeugt geradlinige Bewegung statt Rotation | z. B. in CNC-Maschinen oder Magnetschwebebahnen. |
| L | Lüfterhaube | Schutzhaube für den Kühlventilator. | Schützt vor Berührung und Fremdkörpern | oft aus Kunststoff oder Metall. |
| L | Luftspalt | Abstand zwischen Stator und Rotor. | Entscheidend für Magnetfluss und Effizienz | zu großer Spalt reduziert Drehmoment. |
| M | Magnetfeld | Raum mit magnetischer Kraftwirkung. | Durch Permanentmagnete oder Strom durch Spule erzeugt | essenziell für Krafterzeugung. |
| M | Magnetfeldstärke | Stärke des Magnetfelds. | In A/m oder Tesla | bestimmt die Kraftwirkung auf den Rotor. |
| M | Magnetisierung | Prozess der Magnetisierung. | Erzeugung eines permanenten oder temporären Magnetfelds in einem Material. | |
| M | Massenträgheit | Trägheit der rotierenden Massen. | In kg·m² | beeinflusst Beschleunigung und Bremsverhalten. |
| M | Mechanische Belastung | Mechanische Kräfte auf den Motor. | Umfasst Drehmoment, Vibrationen und Stoßbelastungen | kann zu Verschleiß führen. |
| M | Mikromotor | Kleiner Motor mit geringer Leistung. | Für Präzisionsanwendungen (Uhren, Medizintechnik, Robotik) | oft mit speziellen Anforderungen. |
| M | Mittelspannungsmotor | Motor für Mittelspannung (1–10 kV). | Für große Industrieanlagen | erfordert spezielle Isolierung und Schutzmaßnahmen. |
| M | Momentenregelung | Regelung des Motordrehmoments. | Hält Drehmoment konstant (z. B. bei variabler Last) | wichtig für Antriebe mit präzisen Anforderungen. |
| M | Momentenverlauf | Verlauf des Drehmoments über der Drehzahl. | Charakteristische Kurve | gibt Aufschluss über das Betriebsverhalten. |
| M | Motordatenblatt | Technische Spezifikationen des Motors. | Enthält alle relevanten Daten wie Leistung, Drehzahl, Spannung, Bauform etc. | |
| M | Motorenschutzschalter | Schalter zum Schutz des Motors. | Unterbricht Stromkreis bei Überlast, Kurzschluss oder Phasenausfall. | |
| M | Motorbremse | Bremse zur Verzögerung. | Mechanisch (Federdruck) oder elektrisch (Gegenstrom) | hält Motor im Stillstand oder bremst ihn ab. |
| M | Motorleistung | Mechanische Leistung des Motors. | In kW oder PS | gibt an, wie viel mechanische Arbeit pro Zeiteinheit verrichtet wird. |
| M | Motorkühlung | Kühlung des Motors. | Umfasst Oberflächenkühlung, Fremdbelüftung oder Flüssigkeitskühlung. | |
| M | Motorreparatur | Reparatur des Motors. | Umfasst Wicklungswechsel, Lagerwechsel oder Gehäusereparaturen. | |
| M | Motorschutz | Maßnahmen zum Schutz des Motors. | Überlastschutz, Kurzschlussschutz, Phasenausfallschutz, Temperaturüberwachung. | |
| N | Nachlaufzeit | Zeit nach dem Abschalten bis zum Stillstand. | Abhängig von Trägheitsmoment und Reibung | wichtig für Sicherheitsanforderungen. |
| N | Nassläufermotor | Motor mit flüssigkeitsgekühltem Läufer. | Rotor läuft direkt in Förderflüssigkeit (z. B. Pumpen) | gekapselt, keine Dichtungen. |
| N | Nebenschlussmotor | Gleichstrommotor mit Parallelschaltung. | Anker- und Erregerwicklung parallel | fast lastunabhängige Drehzahl. |
| N | Nenndrehzahl | Drehzahl bei Nennleistung. | In U/min | gibt die Drehzahl an, bei der der Motor seine Nennleistung abgibt. |
| N | Nennfrequenz | Frequenz für Nennleistung. | 50 Hz (Europa) oder 60 Hz (USA). | |
| N | Nennspannung | Spannung für Nennleistung. | 230 V, 400 V etc. | bei der der Motor seine Nennleistung erreicht. |
| N | Nennstrom | Strom für Nennleistung. | Stromaufnahme bei Nennspannung und -last. | |
| N | Netzrückwirkung | Rückwirkung auf das Stromnetz. | Durch Blindleistung oder Oberschwingungen | kann andere Verbraucher stören. |
| N | Nuten | Ausnehmungen im Stator oder Rotor. | Für Wicklungen | führen den magnetischen Fluss. |
| N | Nutenisolierung | Isolierung der Wicklungsnuten. | Schützt vor Kurzschlüssen zwischen Wicklung und Blechpaket. | |
| O | Oberflächenkühlung | Kühlung über die Motoroberfläche. | Verlustwärme wird über Gehäuse abgegeben | einfach und wartungsarm. |
| O | Oberwellen | Höhere Harmonische im Stromnetz. | Können Motoren stören oder erwärmen | werden durch Filter reduziert. |
| O | Ohmsche Verluste | Verluste durch Wicklungswiderstand. | I²R-Verluste | führen zu Erwärmung und verringern den Wirkungsgrad. |
| P | Parallelbetrieb | Parallelschaltung mehrerer Motoren. | Mehrere Motoren teilen sich die Last | erfordert symmetrische Netzbedingungen. |
| P | Pendelmoment | Schwankendes Drehmoment. | Kann durch Laständerungen oder Regelung verursacht werden | führt zu Vibrationen. |
| P | Permanentmagnet | Permanenter Magnet. | Erzeugt konstantes Magnetfeld (z. B. Neodym, Ferrit) | in BLDC-Motoren. |
| P | Permanentmagnetmotor | Motor mit Permanentmagneten. | Effizient und kompakt | temperaturempfindlich (z. B. Neodym verliert bei Hitze Magnetismus). |
| P | Phasenverschiebung | Phasenunterschied zwischen Strom und Spannung. | Bestimmt den Leistungsfaktor (cos φ) | kann durch Kondensatoren korrigiert werden. |
| P | Planetengetriebe | Getriebe mit Planetenrädern. | Kompakt und hochbelastbar | für Anwendungen mit hohem Drehmoment. |
| P | Pol | Magnetischer Nord- oder Südpol. | Bestimmt Richtung des Magnetfelds. | |
| P | Polpaar | Paar aus Nord- und Südpol. | Anzahl bestimmt Synchrondrehzahl: n = 60 * f / p. | |
| P | Polpaarzahl | Anzahl der Polpaare. | Bestimmt Drehzahl und Drehmoment | mehr Polpaare = niedrigere Drehzahl, höheres Drehmoment. |
| P | Polradwinkel | Winkel zwischen Rotor- und Statorfeld. | Wichtig für die Stabilität von Synchronmotoren. | |
| P | Polumschaltung | Änderung der Polpaarzahl. | Durch Umkonfiguration der Wicklungen (z. B. Dahlander-Schaltung) | ermöglicht verschiedene Drehzahlen. |
| P | Polumschaltbarer Motor | Motor mit umschaltbaren Polpaaren. | Ermöglicht Umschalten zwischen verschiedenen Drehzahlen (z. B. 2/4 Pole). | |
| P | Predictive Maintenance | Vorsorgende Instandhaltung. | Nutzt Echtzeitdaten zur Vorhersage von Ausfällen | reduziert Stillstandszeiten. |
| P | Primärwicklung | Eingangswicklung. | Mit Netzspannung verbunden (z. B. Stator in Transformatoren). | |
| P | Produktionsausfall | Ausfall durch Motordefekt. | Kann zu hohen Kosten führen | wird durch Condition Monitoring minimiert. |
| P | Prüfstand | Teststand für Motoren. | Dient zur Vermessung von Drehzahl, Drehmoment, Wirkungsgrad etc. | |
| P | PT1000 | Temperaturfühler. | Platin-Widerstandsthermometer | misst Motortemperatur für Überwachung oder Regelung. |
| P | PWM | Pulsweitenmodulation. | Steuert Leistung durch Ein-/Ausschalten mit variabler Pulsbreite | in Frequenzumrichtern. |
| R | Regelkreis | Regelungssystem für den Motor. | Umfasst Sensoren, Regler und Stellglieder | hält z. B. Drehzahl oder Drehmoment konstant. |
| R | Reibungsverluste | Verluste durch Reibung. | In Lagern und Dichtungen | führen zu Erwärmung und verringern den Wirkungsgrad. |
| R | Relaissteuerung | Steuerung über Relais. | Mechanische Schalter für einfache Steueraufgaben | z. B. für Stern-Dreieck-Anlauf. |
| R | Reluktanzmotor | Motor, der Reluktanzkräfte nutzt. | Erzeugt Drehmoment durch Ausrichtung des Rotors im Magnetfeld (geringster Widerstand). | |
| R | Resolver | Sensor zur Winkelmessung. | Elektromechanisch | wandelt Rotorwinkel in analoge Signale um (für Servoantriebe). |
| R | Reihenschlussmotor | Gleichstrommotor mit Reihenschluss. | Anker- und Erregerwicklung in Reihe | hohes Anlaufmoment, drehzahlabhängige Drehzahl. |
| R | Rotationsfeld | Rotierendes Magnetfeld. | Synonym für Drehfeld | entsteht durch mehrphasige Bestromung. |
| R | Rotor | Drehender Teil des Motors. | Bewegt sich im Magnetfeld des Stators | als Käfigläufer, Schleifringläufer oder Permanentmagnetrotor. |
| R | Rückspeisung | Einspeisung von Energie ins Netz. | Bei Bremsen oder Generatorbetrieb | erfordert spezielle Umrichter. |
| R | Rückkopplung | Rückführung von Signalen. | Z. B. Drehzahl oder Position für Regelung (z. B. in Servomotoren). | |
| R | Rillenkugellager | Lager mit Rillen für Kugeln. | Für radiale und axiale Lasten | häufig in Elektromotoren eingesetzt. |
| S | Sanftanlaufgerät | Gerät zum sanften Anlauf. | Begrenzt Anlaufstrom | reduziert mechanische Belastungen. |
| S | Schallanalyse | Analyse der Geräuschemission. | Identifiziert Lagerdefekte, Unwuchten oder magnetische Probleme. | |
| S | Schaltfrequenz | Frequenz des Schaltens. | In Hz | wichtig für die Effizienz von Umrichtern oder Choppern. |
| S | Schlüsselantrieb | Antrieb mit Schlüsselwelle. | Für präzise Positionieraufgaben | z. B. in Werkzeugmaschinen. |
| S | Schleifringläufermotor | Asynchronmotor mit Schleifringen. | Rotorwicklung über Schleifringe und Bürsten mit Netz verbunden | ermöglicht externe Widerstandsregelung. |
| S | Schlupf | Differenz zwischen Synchrondrehzahl und Rotordrehzahl. | In % | notwendig für Drehmomenterzeugung im Asynchronmotor. |
| S | Schneckengetriebe | Getriebe mit Schneckenwelle. | Hohe Übersetzungen | für Anwendungen mit hohem Drehmoment und niedriger Drehzahl. |
| S | Schutzart | Klassifizierung des Schutzes gegen Umwelteinflüsse. | IP-Code (z. B. IP54: staubgeschützt, spritzwassergeschützt). | |
| S | Schutzart IP | Schutz gegen Fremdkörper und Wasser. | IP54 (staubgeschützt, spritzwassergeschützt), IP65 (staubdicht, strahlwassergeschützt). | |
| S | Schutzklasse | Klassifizierung des Berührungsschutzes. | Klasse I (geerdet), Klasse II (verstärkte Isolierung). | |
| S | Scheibenläufermotor | Motor mit scheibenförmigem Rotor. | Kompakt | für Lüfter oder kleine Anwendungen. |
| S | Scheinleistung | Gesamtleistung (Wirk- + Blindleistung). | In VA | geometrische Summe aus P (Wirkleistung) und Q (Blindleistung). |
| S | Schwingung | Mechanische Schwingungen. | Können durch Unwuchten, Lagerdefekte oder magnetische Kräfte entstehen. | |
| S | Sensorik | Sensoren zur Zustandserfassung. | Umfasst Temperatur-, Vibrations- oder Stromsensoren | für Condition Monitoring. |
| S | Servomotor | Motor für präzise Positionieraufgaben. | Präzise Steuerung von Position, Geschwindigkeit und Drehmoment | oft mit Encoder. |
| S | Spaltpolmotor | Einphasenmotor mit Spaltpol. | Einfacher Aufbau | geringes Anlaufmoment, für kleine Anwendungen. |
| S | Spannung | Elektrische Spannung. | In Volt (V) | treibt den Strom durch die Wicklungen. |
| S | Spannungsabfall | Spannungsverlust. | Durch Widerstand in Wicklungen oder Leitungen | reduziert die verfügbare Spannung. |
| S | Spulenwiderstand | Widerstand der Spule. | In Ohm (Ω) | bestimmt Stromaufnahme und Verluste. |
| S | Spulenwicklung | Wicklung aus Spulen. | Vorgefertigte Spulen in Stator- oder Rotornuten | erhöht Füllfaktor. |
| S | Sonderspannung | Abweichende Netzspannung. | Z. B. 690 V für große Motoren oder spezielle Anwendungen. | |
| S | Spannungsregelung | Regelung der Motorspannung. | Beeinflusst Drehzahl und Drehmoment (z. B. in Gleichstrommotoren). | |
| S | Spritzwassergeschützt | Schutz gegen Spritzwasser. | IP54 oder höher | schützt vor Wasser aus allen Richtungen. |
| S | Staubgeschützt | Schutz gegen Staub. | IP5X oder höher | verhindert Eindringen von Staub. |
| S | Synchronisation | Anpassung der Drehzahl an das Netz. | Synchronmotoren müssen mit Netzfrequenz synchronisiert werden. | |
| S | Synchronmotor | Motor mit Synchrondrehzahl. | Läuft exakt mit Drehzahl des Drehfelds | für präzise Drehzahlanforderungen oder große Leistungen. |
| S | Synchrondrehzahl | Drehzahl des Drehfelds. | n = 60 * f / p (f = Frequenz, p = Polpaarzahl). | |
| S | Stern-Dreieck-Schaltung | Schaltung zum Anlauf. | Motor startet in Stern (reduzierte Spannung), dann in Dreieck (volle Spannung) | begrenzt Anlaufstrom. |
| S | Sternschaltung | Wicklungsverschaltung in Stern. | Alle Wicklungsenden in einem Punkt (Sternpunkt) verbunden | reduziert Spannung pro Wicklung. |
| S | Stator | Fester Teil des Motors. | Erzeugt Drehfeld | besteht aus Blechpaket und Wicklungen. |
| S | Stillstandsverlust | Verluste im Stillstand. | Umfasst Eisenverluste und mechanische Verluste (z. B. Lagerreibung). | |
| S | Stirnradgetriebe | Getriebe mit Stirnrädern. | Für parallele Wellen | hohe Übersetzungen möglich. |
| S | Störfeld | Störendes Magnetfeld. | Kann durch externe Quellen oder Asymmetrien entstehen | beeinflusst Motorverhalten. |
| S | Strom | Elektrischer Strom. | In Ampere (A) | treibt die Magnetfelder in den Wicklungen an. |
| S | Stromaufnahme | Stromverbrauch des Motors. | Abhängig von Last und Spannung | wird zur Überwachung genutzt. |
| T | Tachogenerator | Generator zur Drehzahlerfassung. | Erzeugt Spannung proportional zur Drehzahl | für Drehzahlmessung/-regelung. |
| T | Taktbetrieb | Betrieb in Takten. | Motor wird intermittierend ein- und ausgeschaltet | z. B. in Förderanlagen. |
| T | Temperaturklasse | Klassifizierung der Temperaturbeständigkeit. | B (130°C), F (155°C), H (180°C) | gibt maximale Isolationstemperatur an. |
| T | Temperaturüberwachung | Überwachung der Motortemperatur. | Durch Sensoren (z. B. PT1000, Thermistoren) | verhindert Überhitzung. |
| T | Thermografie | Wärmebildanalyse. | Identifiziert Hotspots durch Infrarotaufnahmen | für Wartung und Fehlerdiagnose. |
| T | Thermoschutz | Schutz vor Überhitzung. | Unterbricht Motor bei Überschreiten der Grenztemperatur (z. B. durch Bimetallschalter). | |
| T | Tiefenentladung | Vollständige Entladung. | Betrifft Akkus oder Batterien | kann die Lebensdauer verkürzen. |
| T | Torsionssteifigkeit | Steifigkeit gegen Verdrehung. | Wichtig für präzise Antriebe (z. B. Servomotoren) | minimiert Verdrehungen unter Last. |
| T | Torquemotor | Motor mit hohem Drehmoment bei niedriger Drehzahl. | Für Anwendungen wie Robotik oder Drehwerke | oft direktantreibend. |
| T | Transversalflussmotor | Motor mit transversalem Magnetfluss. | Magnetfluss senkrecht zur Drehachse | hohe Drehmomente bei kompakter Bauweise. |
| T | Trafo | Transformator zur Spannungsanpassung. | Passt Spannung an Motoranforderungen an (z. B. für Mittelspannungsmotoren). | |
| T | Trägheitsmoment | Maß für die Trägheit eines rotierenden Körpers. | In kg·m² | beeinflusst Beschleunigung und Bremsverhalten. |
| T | Tropfwassergeschützt | Schutz gegen Tropfwasser. | IP12 | schützt vor senkrecht fallendem Tropfwasser. |
| T | Turbinenantrieb | Antrieb für Turbinen. | Spezielle Motoren für hohe Drehzahlen und Robustheit (z. B. Gasturbinen). | |
| T | Tauchmotor | Motor für Einsatz in Flüssigkeiten. | Vollständig gekapselt | für Brunnen, Abwasser etc. |
| T | Teillastbetrieb | Betrieb mit reduzierter Last. | Motor läuft unter Nennlast | kann Wirkungsgrad verschlechtern. |
| U | Umkehrbetrieb | Betrieb mit Drehrichtungswechsel. | Motor wechselt häufig die Drehrichtung | z. B. in Hebezeugen. |
| U | Umlaufverluste | Verluste durch Umlaufbewegungen. | In Lagern oder Dichtungen | führen zu Erwärmung. |
| U | Umrichter | Gerät zur Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom und umgekehrt. | Frequenzumrichter wandeln Netzspannung in variable Spannung/Frequenz um. | |
| U | Umrichterbetrieb | Betrieb mit Umrichter. | Motor wird mit variabler Frequenz/Spannung betrieben | ermöglicht Drehzahlregelung. |
| U | Umrichtertechnik | Technik der Umrichter. | Umfasst Hardware und Software zur Steuerung von Motoren | für Energieeffizienz und Präzision. |
| U | Unterlastbetrieb | Betrieb unter Nennlast. | Motor läuft mit weniger als Nennleistung | kann zu ineffizientem Betrieb führen. |
| U | Unterspannung | Zu niedrige Spannung. | Kann zu Überhitzung oder Ausfall führen | wird durch Unterspannungsschutz verhindert. |
| U | Überspannungsschutz | Schutz gegen zu hohe Spannung. | Varistoren oder andere Schutzschaltungen | verhindert Motorschäden. |
| U | Universalmotor | Motor für Gleich- und Wechselstrom. | Läuft mit beiden Stromarten | für Haushaltsgeräte (Staubsauger, Bohrmaschinen). |
| V | Vektorregelung | Regelungsverfahren für Wechselstrommotoren. | Präzise Steuerung von Drehmoment und Drehzahl durch getrennte Regelung von Magnetfeld und Strom. | |
| V | Ventilatorrad | Lüfterrad für Kühlung. | Erzeugt Luftstrom zur Kühlung des Motors | oft aus Kunststoff oder Aluminium. |
| V | Verdrehmoment | Verdrehendes Moment. | Kann durch Torsion in Wellen oder Kupplungen entstehen | führt zu mechanischer Belastung. |
| V | Verlustleistung | Leistung, die als Wärme verloren geht. | Kupferverluste (I²R), Eisenverluste (Hysterese, Wirbelströme), mechanische Verluste (Reibung). | |
| V | Verschaltungsart | Art der Wicklungsverschaltung. | Stern, Dreieck, oder andere | beeinflusst Spannung und Strom in den Wicklungen. |
| V | Verschleiß | Abnutzung von Bauteilen. | Betrifft Lager, Bürsten, Wicklungen etc. | führt zu erhöhten Verlusten oder Ausfällen. |
| V | Ventilator | Kühlventilator für Motoren. | Kühlt Motor durch Luftstrom | oft integriert in Motoren mit hoher Leistung. |
| V | Vibrationsanalyse | Analyse von Vibrationen. | Identifiziert Unwuchten, Lagerdefekte oder mechanische Probleme | für Predictive Maintenance. |
| V | Vibrationssensor | Sensor für Vibrationen. | Misst Schwingungen in Echtzeit | für Condition Monitoring. |
| W | Wärmeleitfähigkeit | Fähigkeit, Wärme zu leiten. | In W/(m·K) | wichtig für die Kühlung von Motoren. |
| W | Wartung | Instandhaltung des Motors. | Umfasst Inspektion, Schmierung und Austausch von Verschleißteilen | verlängert Lebensdauer. |
| W | Wartungsintervall | Zeitabstand zwischen Wartungen. | Abhängig von Betriebsart und Umgebungsbedingungen | z. B. alle 10.000 Stunden. |
| W | Wechselrichter | Wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. | Wird in Frequenzumrichtern oder für Solarstrom eingesetzt. | |
| W | Wechselstrommotor | Motor für Wechselstrom. | Asynchron- oder Synchronmotoren | häufigste Motorart in Industrie und Haushalt. |
| W | Wickelpreis | Kosten für die Wicklung. | Abhängig von Kupferpreis, Arbeitsaufwand und Komplexität. | |
| W | Wicklung | Leiteranordnung zur Erzeugung von Magnetfeldern. | Aus isoliertem Kupferdraht | in Stator oder Rotor |
| W | Wicklungsisolation | Isolierung der Wicklung. | Schützt vor Kurzschlüssen | aus Lack, Kunststoff oder Papier. als Rund- oder Flachdrahtwicklung. |
| W | Wicklungsschaden | Schaden an der Wicklung. | Durch Überhitzung, mechanische Belastung oder Alterung | führt zu Kurzschlüssen oder Unterbrechungen. |
| W | Wirbelstromverluste | Verluste durch Wirbelströme im Eisenkern. | Führen zu Erwärmung | werden durch lamellierte Bleche reduziert. |
| W | Wirkleistung | Tatsächliche mechanische Leistung. | In Watt (W) | P = U * I * cos φ verrichtet mechanische Arbeit. |
| W | Wirkungsgrad | Verhältnis von Nutzen zu Aufwand. | η | gibt an, wie viel der elektrischen Leistung in mechanische Arbeit umgewandelt wird (moderne Motoren: >90%). |
| Z | Zahnflanken | Flanken der Zahnräder. | Übertragen das Drehmoment in Zahnradgetrieben | Verschleiß führt zu Spiel oder Geräuschen. |
| Z | Zahnradgetriebe | Getriebe mit Zahnrädern. | Für hohe Drehmomente und präzise Übersetzungen | z. B. Stirnrad- oder Planetengetriebe. |
| Z | Zahnspulenwicklung | Wicklung mit Spulen um einzelne Zähne. | Erhöht Füllfaktor und reduziert Verluste | in modernen Motoren eingesetzt. |
| Z | Zeitkonstante | Maß für die Dynamik des Motors. | τ | gibt an, wie schnell der Motor auf Strom-/Spannungsänderungen reagiert (abhängig von Induktivität und Widerstand). |
| Z | Zirkulationsstrom | Zirkulierender Strom. | Kann in parallelen Wicklungszweigen auftreten | führt zu zusätzlichen Verlusten. |
| Z | Zugmoment | Moment beim Ziehen. | Wichtig für Anwendungen wie Zugmaschinen oder Förderbänder. | |
| Z | Zündwinkel | Winkel für die Zündung. | In Verbrennungsmotoren oder bei der Kommutierung | beeinflusst Effizienz und Drehmoment. |
| Z | Zustandsmodell | Modell des Motorzustands. | Beschreibt den Zustand durch Parameter wie Temperatur, Vibration, Strom etc. | |
| Z | Zustandsüberwachung | Überwachung des Motorzustands. | Echtzeit-Überwachung zur Fehlerfrüherkennung | Teil von Predictive Maintenance. |
| Z | Zwangskühlung | Erzwungene Kühlung. | Durch externe Lüfter oder Flüssigkeitskühlung | für Motoren mit hoher Verlustleistung. |
| Z | Zylinderläufermotor | Motor mit zylindrischem Rotor. | Häufigste Bauform für Asynchronmotoren | Rotor mit Nuten für Wicklungen. |
| Z | Zweiphasenmotor | Motor für zweiphasigen Wechselstrom. | Zwei um 90° versetzte Wechselspannungen | z. B. in Servoantrieben. |